Der Wolf
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Klasse:
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Saeugetier
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Ordnung:
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Fleischfresser
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Familie:
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Canidae (Hunde, Woelfe, Coyoten, Schakale unf Fuechse)
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Gattung:
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Canis (Hunde, Woelfe, Coyoten und Schakale)
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Art:
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Canis Lupus
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Maße
und Gewicht:
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Koerperlänge bis 1,20m, Gewicht (Ruede) bis 40kg
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Fortpflanzung:
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Paarungszeit Januar bis Februar, Tragzeit 60 - 63 Tage, Wurfstärke 4-8 Welpen. Nur das Leitpaar pflanzt sich fort Geburtsgewicht der Welpen ca.500g, sie sind blind, oeffnen Augen mit 2Wochen, verlassen im alter von drei Wochen erstmalig ihre Hoehle |
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Lebensraum:
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gemäßigtes Grasland, Laubwald, Nadelwald, Arktis und Tundra
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Verbreitung: |
Eigentlich nur noch im Norden Nordamerikas und in Asien. Restbestände in Europa, Mexiko und Skandinavien
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Der Wolf in Mythos, Märchen und Legenden
Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das aggressive Tier verschiedenartigste Ängste.
In vielen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, so wie bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei den Turkmenen und bei den Mongolen. Während die Usbeken und Hunnen ihre Herkunft vom Wolf ableiteten, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken.
Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.
Die Gründer der Stadt Rom, die Zwillinge Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Die Geschichte beruht indes auf einem Missverständnis: Das Wort lupa bedeutet im Lateinischen sowohl „Wölfin“ als auch „Hure“. Mit diesem Wort war ursprünglich Larentia, die leichtlebige hurende Gattin des Hirten Faustulus gemeint, der das Brüderpaar aufgezogen hatte. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.
In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hate gejagt. Beide besitzen noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Weltuntergang Ragnarök eine entscheidende Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos besitzt viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig die Gestalt eines Wolfes annimmt.
Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier.
Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela* eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes
In der Mythologie der Inuit ist Amarok der Name eines riesigen Wolfes. Es heißt, er jage und fresse jeden, der töricht genug sei, bei Nacht alleine auf die Jagd zu gehen. Anders als die echten Wölfe, die in Rudeln jagen, ziehe er es vor, alleine zu jagen. Möglicherweise handelt es sich hierbei um die gleiche Gattung wie dem Waheela.
*Der Waheela wird als großes, wolfsähnliches Tier beschrieben. Er soll größer und kräftiger gebaut sein als ein Wolf, und riesige Füße haben. Die Vorderbeine sollen länger sein als die Hinterbeine. Im Gegensatz zum Wolf soll der Waheela nicht im Rudel, sondern eher alleine auftreten. Legenden der Ureinwohner bezeichnen den Waheela als eine Art bösen Geist, der Menschen töte. Sofern man von einem realen Hintergrund zu der Legende ausgeht, könnte man dahinter Exemplare der Unterordnung der prähistorischen Bärenhunde oder von Canis dirus, einem ausgestorbenen Verwandten der heutigen Wölfe und Hundeaus dem Pleistozän vermuten, wobei er als direkter Vorfahre wohl nicht in Frage kommt. Vor etwa 10 000 Jahren starb die Gattung aus.